Einsatzmöglichkeiten von Massagen

Massagen dienen vor allem der Therapie des Bewegungsapparates. Auch innere Organe lassen sich damit beeinflussen, darüber hinaus haben sie einen Wellness-Effekt. Dieser kann die gesundheitlichen Wirkungen ergänzen oder für sich allein stehen.

Die klassische oder schwedische Massage

Die bekannteste, klassische Massageform ist auch als schwedische Massage bekannt, weil der Schwede Henri Peter Ling als ihr Entwickler gilt. Massagen sind freilich viel älter, sie sind mindestens aus der Antike bekannt, wurden aber wahrscheinlich schon von den alten Ägyptern angewendet. Die fernöstlichen Techniken wie Akupressur und Shiatsu zählen im Grunde auch dazu. Die Zielrichtung ist allerdings etwas anders: Hierbei geht es mehr um das innere Gleichgewicht, während westliche Massagetechniken direkte körperliche Reaktionen auslösen sollen. Die Effekte sind vielfältig. Behandeln lassen sich unter anderem:

  • Rückenschmerzen
  • rheumatische Beschwerden
  • Kopfschmerzen infolge einer verspannten Rücken- oder Nackenmuskulatur
  • Bewegungseinschränkungen infolge einer verspannten oder verkürzten Muskulatur
  • verhärtete Muskulatur nach dem Sport
  • Durchblutungsstörungen

Angewendet werden bei der klassischen Massage grundsätzlich vier Techniken. Bei der Effleurage (Streichung) streicht der Masseur parallel zu den Muskelfasern über die Haut und erwärmt dabei die Muskulatur. Bei der Petrissage (Knetung) verschiebt er die Muskeln gegeneinander und dehnt sie dabei. Eine Knetung muss in beide Verlaufsrichtungen eines Muskels erfolgen. Dieser wird dadurch deutlich besser durchblutet, auch lösen sich Verspannungen. Mit der Friktion (Reibung mit kreisenden Daumenbewegungen) kann der Masseur Myogelosen lösen. Das sind erfühlbare, harte Knoten innerhalb des Muskelgewebes. Das Tapotement (Klopfen) schließlich dient der Tiefendurchblutung.

Kann eine Massage gefährlich sein?

Im Grunde nicht, doch es gibt Krankheitsbilder, bei denen sie nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen sollten. Immerhin stellen sie eine gewisse körperliche Belastung dar, auch wenn anschließend die Entspannung folgt. Wer unter Gefäßerkrankungen, akuten Entzündungen, Infektionen mit Fieber, Krebs, Herz-Kreislauf-Problemen, einer Blutungsneigung oder Venenentzündungen leidet, sollte sich vorab beraten lassen.

Weitere Massage-Varianten

Es gibt nicht nur die klassische bzw. schwedische Massage, auch wenn Physiotherapeuten diese bevorzugt anbieten. Weitere Varianten sind unter anderem:

  • Bindegewebsmassage
  • Shiatsu-Massage
  • Thai-Massage
  • Ayurveda-Massage
  • Fußreflexzonentherapie
  • Tuina-Massage
  • Breuss-Massage

Der Übergang zum Wellnessbereich ist in einigen Fällen fließend, was auch daran ablesbar ist, dass diese Massagen beispielsweise im Haus der Massagen mit Klängen, Düften und Wärme kombiniert oder im Wasser vollzogen werden. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht hilfreich sind. Die klassische Massage nach Ling ist längst schulmedizinisch anerkannt, PatientInnen erhalten sie auch auf Rezept.

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