Fotos schießen wie ein Profi

Ob ein Bild professionell aufgenommen und nachbearbeitet wurde, nimmt auch der Laie wahr. Er kann zwar nicht sagen, wie das funktioniert, doch er erkennt den Unterschied zu Jedermann-Schnappschüssen. Professionelle Fotos mit dem richtigen Fotobedarf hinterlassen beim Ansehen einfach ein gutes Gefühl. Wie funktionieren sie nun?

Schärfe des Fotos

Wir nehmen bei Fotos zuerst die Schärfe bzw. die getroffene Schärfe wahr. Bei Porträts beispielsweise sollte diese auf den Augen liegen. Dieser Effekt lässt sich auch durch eine Nachbearbeitung herstellen. Beim Fotografieren achtet der Fotograf darauf, das wichtigste Motiv mit der richtigen Objektiveinstellung am schärfsten zu erfassen. Außerdem vermeidet er strikt Verwacklungen, welche die Schärfe mindern. Diese entstehen bei einer zu langen Verschlusszeit, wenn kein Stativ zum Einsatz kommt. Wer aus der Hand fotografiert, muss die Verschlusszeit kurz, die Brennweite des Objektivs entsprechend größer wählen. Dafür lässt sich die einfache Formel des Kehrwerts der Brennweite anwenden: Bei 1/50 s Verschlusszeit sollte die Brennweite 50 mm betragen. Das ist ein Standardwert, der sich bei schwächerem Licht aber auch verdoppeln lässt.

Tiefenunschärfe gezielt einsetzen

Die gezielt eingesetzte Tiefenunschärfe schafft einen reizvollen Gegensatz zur Schärfe des Motivs. Der Hintergrund erscheint dann verschwommen, was ein bemerkenswerter künstlerischer Effekt ist. Sie lässt sich technisch beim Fotografieren durch einen ganz bestimmten Fokus allein auf das Hauptmotiv und natürlich auch durch eine digitale Nachbearbeitung erreichen. Dadurch beachtet der Betrachter verstärkt das Hauptmotiv. Ein zweiter Effekt der Tiefenunschärfe ist die dadurch assoziierte räumliche Tiefe. Die Szene ist ja eigentlich dreidimensional. Das zweidimensionale Foto erhält durch die Tiefenunschärfe eine länger Z-Achse und wirkt dadurch tiefer. Die Tiefenunschärfe muss sich übrigens nicht nur auf den Hintergrund beziehen, auch ein Vordergrund kann tiefenunscharf gestaltet werden.

ein fotograf bei der arbeit

Der Einfluss der Bildqualität

Bildqualität entsteht durch eine gute technische Ausrüstung, auf die Profis nicht verzichten. Entscheiden sind:

  • Anzahl der Megapixel
  • Auflösung des Sensors
  • Größe des Sensors
  • verwendete Optik

Als Standard gelten inzwischen 20 bis 25 Megapixel, doch auch Kameras mit 50 MP und mehr gibt es. Größere Sensoren erlauben eine bessere Tiefenunschärfe. Die Bildqualität hängt vom Objektiv ab und soll ein möglichst geringes Bildrauschen auch bei schwachem Licht erzeugen. Damit wirkt das Bild professionell.

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