Statistik für medizinische Doktorarbeiten – Worauf kommt es an?

Die Statistik für medizinische Doktorarbeiten bereitet vielen angehenden Doktoranden Kopfzerbrechen. Und dies auch nicht zu Unrecht. Doch wenn Sie schon bei der Planung einiges beachten, wird dieses Fachgebiet keine Hürde mehr für Sie darstellen.

Bevor Sie anfangen, an der statistischen Auswertung für Ihre Doktorarbeit zu arbeiten, sollte zunächst Ihre Datenerhebung genau geplant werden. Um gute Ergebnisse zu erhalten, stellen Sie sich folgende Fragen:

Auf welche Frage soll meine Studie eine Antwort geben?

Welche Daten benötige ich? (Symptome, Geschlecht der Probanden …)

Wann sollen die Messwerte erhoben werden? (Während der Behandlung, nach der Behandlung …)

Wie viele Daten/Patienten benötige ich für meine Auswertung?

Diese Antworten im Vorfeld zu ermitteln, kann Sie vor Problemen bewahren. Wenn Sie zum Beispiel zu wenige Probanden für Ihre Auswertung heranziehen, könnte es sein, dass Ihr Ergebnis nicht repräsentabel ist. Haben Sie jedoch zu viele Patienten einbezogen, dann kostet Sie das nur unnötig viel Zeit und vor allem auch Geld.

Wenn Sie die Daten gesammelt haben, können Sie anfangen, die Auswertung zu starten. Zunächst einmal müssen die Informationen in einer Tabelle gesammelt werden. Am besten nutzen Sie dafür ein Tabellenkalkulationsprogramm. Die Daten müssen so in der Tabelle formatiert sein, dass sie später von einer Statistiksoftware übernommen werden können. Die Programme arbeiten häufig mit ganzen Zahlen. Wenn Sie zum Beispiel in Ihrer Analyse das Geschlecht berücksichtigen möchten, legen Sie in Ihrer Tabelle fest, dass männlich die Ausprägung 0 bekommt und weiblich die Ausprägung 1. So können die Daten direkt in die Software importiert werden.

Der nächste Schritt besteht darin, die Tabelle in eine geeignete Statistiksoftware zu übertragen. Eventuell müssen zunächst noch weitere Daten angepasst werden, bevor Sie mit der Auswertung beginnen können.

Erst jetzt können Sie mit der statistischen Analyse starten. Sie beginnen mit der deskriptiven Statistik. Diese beschreibende Statistikart hilft Ihnen, die Ergebnisse Ihrer Studie in Form von Kennzahlen übersichtlich darzustellen. Häufig verwendete Werte sind zum Beispiel der Mittelwert oder der Median. Hier ist es auch wichtig, dass Sie Ihre Ergebnisse in Diagrammen präsentieren. Das sorgt für eine bessere Übersicht und Verständlichkeit.

Wenn Sie die deskriptiven Werte ermittelt haben, gehen Sie zur induktiven Statistik über. Diese beschäftigt sich mit statistischen Tests und ist besonders wichtig. Denn mit den hier ermittelten Ergebnissen können Sie beweisen, dass Ihre Studie statistisch signifikant ist und nicht auf Zufälligkeit beruht. Hervorzuheben sind Testverfahren wie die Hypothesentests. Hierbei werden Hypothesen, die Sie aufgestellt haben, darauf getestet, ob sie wahr sind oder nicht.

Die Statistik ist ein sehr umfassendes und schwieriges Fachgebiet. Eventuell kann es hilfreich sein, Ihr Wissen in einem Workshop aufzufrischen. Darüber hinaus müssen Sie darauf achten, Ihre Auswertungen sorgfältig und korrekt durchzuführen. Ein kleiner Fehler kann schon zu gravierenden Unterschieden in Ihrem Ergebnis führen und später ein schlechtes Bild auf Sie und Ihren Doktorvater werden. Eine gute Planung im Vorfeld ist also das Erste und Wichtigste auf dem Weg zu Ihrer erfolgreichen Doktorarbeit.

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