Was hat es mit der Automatisierungsindustrie auf sich?

Bei der Automatisierung handelt es sich um sowohl wirtschaftliche, als auch technische Entwicklungen, welche dazu dienen, Arbeitsabläufe zu erleichtern, zu verbessern und sicherer und Kosten effizienter gestalten zu können. Der Kernpunkt hier ist das selbsttätigende Handeln, welche sich vor allem auf Maschinen, Anlagen und Produktionsprozesse bezieht. Verbunden mit Computer, Internet und Automatisierungskomponenten werden die Abläufe zusätzlich überwacht, kontrolliert und von Ferne gesteuert. Doch die Automatisierung ist keine Erfindung der Neuzeit. Bereits im Griechenland der Antike war das Wort Automatia ein Begriff und ob Windmühlen, Wasserräder oder erste einfache Maschinen, bereits diese Dinge gingen in gewissem Maße automatisch.

Die Automatisierung im Wandel der Zeit

Der große Siegeszug der Automatisierung begann etwa im Jahre 1745 mit der Erfindung der Windmühlen. Durch die Erfindung von Edmund Lee konnten mit der Kraft des Windes nun auch andere Maschinen angetrieben werden. Dies bedeutete einen großen Schritt, um die Menschen und Arbeitskraft zu entlasten. Wo früher reine Menschenkraft eingesetzt werden musste, sprang nun die Windkraft oder auch die Wasserkraft ein.

Es folgten automatische Webstühle, bevor es zur Erfindung des elektrischen Stroms kam. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Elektrizität zum Messen, Regeln und zum Steuern verwendet. Der nächste große Sprung wurde durch die Fließbänder erreicht. Nun konnten Arbeiter noch mehr physisch entlastet werden. Arbeiten konnten schneller, effizienter und auch kostengünstiger verrichtet werden.

Automatisierung in der heutigen Zeit

Der Grund, warum viele Menschen der Automatisierung heute skeptisch gegenüber stehen ist jener, dass immer häufiger Maschinen die Arbeiten der Menschen übernehmen. Natürlich können sehr viele Positionen von Maschinen übernommen werden, jedoch handelt es sich hier in den meisten Fällen um Arbeiten, welche für den Menschen ohnehin zu gefährlich oder zu belastend wären. Im Endeffekt werden durch die Automatisierung keine Arbeitsplätze gestrichen, die Arbeitsplätze verändern sich lediglich. Wer vor Jahren noch schwere Pressen händisch bedienen musst, hat heute vielleicht die Aufgabe, die Anlagen von der Ferne zu überwachen.

Roboter übernehmen Arbeiten in gefährlichem Umfeld und hantieren mit Sprengstoff, entzündbaren Stoffen oder enormen Gewichten. Auch in der IT hat die Automatisierung vorteilhaft Einzug gehalten. Maschinen und Anlagen kommunizieren untereinander. Es entstehen Frühwarnsysteme und fehlerhafte Abläufe werden in Sekundenbruchteilen erkannt. Dies erspart Firmen eine Menge Zeit und Geld, denn gerade Fehler in der Produktion waren in der Vergangenheit ein enormer Kostenfaktor.

Durch die Automatisierung muss natürlich auch ein Umdenken bei der Jobauswahl erfolgen. Berufe in den Bereichen Informatik, Mathematik, Technik und Wissenschaften sind jetzt gefragt und im Vormarsch.

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