Welche Produkte fertigt ein Schreiner an?

Weitläufig bekannt ist, dass ein Schreiner mit Holz arbeitet. Doch worin besteht der Unterschied zu einem Tischler oder einem Zimmermann? Dies lässt sich recht einfach beantworten. Je nach Region werden Tischler und Schreiner als Synonym verwendet. Einen wirklichen Unterschied gibt es dabei nicht. Allerdings sollte beachtet werden, dass Tischler die offizielle Berufsbezeichnung ist. Wenn Sie also nach Stellenausschreibungen für Schreiner suchen, dann sollten Sie dies im Hinterkopf behalten. Eine Tischerei/Schreinerei Ludwigsburg stellt vereinfacht gesagt Möbel her, ein Zimmermann ist hingegen oft auf Baustellen zu finden. Zu den Projekten eines Zimmerers gehören insbesondere Dachstühle, Stützbalken oder Gartenhäuschen. Auch Fachwerkbauten werden von Zimmermännern angefertigt.

Welche Produkte stellen Schreiner nun typischerweise her?

Die offizielle Bezeichnung für einen Schreiner lautet also Tischler. Wie man dem Namen schon ansehen kann, gehört die Anfertigung von stabilen Holztischen zu den absoluten Grundlagen eines Tischlers. Doch die Fertigkeiten eines Tischlers sind keinesfalls auf Tische beschränkt, im Gegenteil. Ein Schreinermeister beherrscht genauso die Produktion von Stühlen, Sitz- und Eckbänken, von Schränken und Kommoden bis hin zu Betten. Der Beruf des Schreiners ist also sehr facettenreich! Darüber hinaus hat die Tischlerkunst eine jahrhundertealte Tradition, schließlich sind Möbel eine der frühesten Erfindungen der Menschheit. Und auch heute besitzt fast jeder Mensch mehrere Möbelstücke zu Hause, denn sie sind praktisch zum Verstauen von Gegenständen, hübsch als Dekoration oder einfach nur bequem zum Hinsitzen. Doch im Zuge der Industrialisierung wurden Möbel vermehrt zum Massenprodukt. Möbelstücke sind daher heutzutage keine Maßanfertigungen mehr, sondern haben sich zu Bausätzen entwickelt. Dadurch kann jeder sein Möbelstück selbst zusammenbauen und spart damit Kosten. Zusätzlich ist der Transport deutlich platzsparender und einfacher geworden. Doch was bedeutet dies für die Arbeit eines Schreiners? Im Wesentlichen verdient er heute sein Geld mit Spezialaufträgen, etwa weil das Wunschmöbel eine besondere Funktion erfüllen soll. Häufig muss ein Möbelstück auch in spezielle räumliche Gegebenheiten passen. Ist dies der Fall, dann kommt man mit den Baukasten-Möbeln nicht ans Ziel und der Schreiner wird zurate gezogen. Durch diese Entwicklung hat sich der Schreinerberuf vom reinen Möbelbauer immer weiter zum Beruf eines Designers entwickelt. Und für diese wahre Kunst muss daher auch folgerichtig ein entsprechender Lohn gezahlt werden!

Was gehört noch zu den Aufgaben eines Schreiners?

Der Beruf des Schreiners lässt sich also schon lange nicht mehr auf das Anfertigen von Möbeln reduzieren. Im Laufe der Zeit sind zahlreiche weitere Tätigkeitsfelder hinzugekommen. Einige davon wollen wir uns nun anschauen. Als Erstes ist der Innenausbau zu nennen. Ein Schreiner oder eine Schreinerin sind hier häufig für Verkleidungen zuständig oder Parkettböden. Dabei geht es nicht nur um das Verlegen, sondern auch um die Instandsetzung und Reparatur. Des Weiteren gehört heutzutage auch der Bau von Särgen zum Produktportfolio. Über die Jahre hinweg haben sich aus einstigen Schreinereien neue Bestattungsdienste entwickelt. Und nicht nur das, ein Schreiner ist mittlerweile überall gefragt, wenn es um Gegenstände und Anfertigungen aus Holz geht – sogar im Innenausbau von Schiffen. Der Beruf eines Schreiners/einer Schreinerin ist also sehr abwechslungsreich und ermöglicht eine Weiterorientierung in handwerklich verwandte Fachbereiche und darüber hinaus!

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