Wie können Trinkhalme kompostiert werden?

Ein Trinkhalm aus Papier oder einem anderen biologisch abbaubaren Material kann natürlich kompostiert werden. Mikroorganismen zersetzen ihn. Nötig sind hierfür wie bei jeder Kompostierung Feuchtigkeit und Sauerstoff. Auch andere Materialien die für Ökologische Trink- und Strohhalme eingesetzt werden, können ganz leicht kompostiert werden.

Wie lange dauert der Prozess der Kompostierung?

Wenn ein Papierstrohhalm in der Kompostieranlage landet, zerfallen im Verlauf von einigen Wochen seine Zellstofffasern. Sie bestehen aus der Zellulose von Nadel- und Laubbäumen. Bei der Herstellung kommt etwas Chemie zum Einsatz, die während des Gebrauchs den Papierstrohhalm haltbarer macht. Das verzögert gleichzeitig die Kompostierung. Die übliche Zeit hierfür wären vier bis sechs Wochen, doch durch die chemischen Zusätze, die im Kompost schließlich zerfallen und damit ungefährlich sind, kann sich der Prozess über Monate hinziehen. Papier- und Bambusstrohhalme gehören damit zu den schwerer kompostierbaren Bioprodukten, wenn sie nicht aus besonders gut biodegradablen (biologisch abbaubaren) Stoffen bestehen. Solche Sorten gibt es auch. Sie werden schon in rund zwei Wochen kompostiert.

Der Prozess der Kompostierung

Mikroorganismen wandeln die Zellulose unter dem Einfluss von Sauerstoff und Wärme in Humus um. Dieser kann im eigenen Garten genutzt werden. Daher bieten immer mehr Hersteller kompostierbare Trinkhalme an. Kompost ist ein Zerfallsprodukt organischer Materialien, das Kohlendioxid, Nitrate, Phosphate, Ammoniumsalze, Kalium- und Magnesiumverbindungen enthält. Diese Stoffe wirken als Dünger, der sich gut im eigenen Garten verwenden lässt. Die Abfallwirtschaft betreibt ebenfalls großtechnische Kompostierungsanlagen, in die unser Biomüll kommt. Das Kompostmaterial verbessert die Bodeneigenschaften im Garten und in der Landwirtschaft. Auch zur Herstellung von Blumenerde und Bodensubstraten lässt es sich verwenden. Wer einen Garten hat, legt dort in der Regel einen klassischen Komposthaufen an. Auf diesen können Biotrinkhalme einfach geworfen werden. Sie können also auch ohne Bedenken in den Biomüll. Bei den gängigen Kompostierverfahren unterscheidet man übrigens die offene oder geschlossene Kompostierung, des Weiteren Thermokomposter, Schnellkomposter (geschlossene Kleinkompostsilos) sowie rollende Komposter und Wurmkomposter.

Welche biologisch abbaubaren Trinkhalme gibt es?

Es gibt die üblichen Papierhalme, Bambushalme, essbare Halme, die sich rund 60 Minuten in einem Getränk halten und sehr schnell biologisch abbaubar sind (siehe oben, rund zwei Wochen), sowie Bioplastikhalme. Letztere werden ebenfalls aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Die Basis ist Maisstärke. Das hat den Nachteil, dass sie wie Papierhalme nicht ganz so schnell kompostierbar sind, aber den Vorteil, dass ihre Konsistenz und Belastbarkeit der von Kunststofftrinkhalmen ähnelt, wobei sie absolut splitterfrei sind. Auch diese Halme sind zu 100 % kompostierbar. Genutzt wird Bioplastik in der Gastronomie, in der es auf eine gewisse Belastbarkeit ankommt. Die Hersteller sichern zu, dass diese Trinkhalme innerhalb weniger Wochen verrotten und daher keinerlei Bedrohung für Tiere oder die Natur darstellen.

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