Wohnung auflösen: Das sollte man beachten

Für eine Wohnungsauflösung gibt es viele Gründe. Einer davon ist das Ableben des letzten Bewohners, sodass Angehörige die Haushaltsauflösung organisieren müssen. Das ist mit einem erheblichen logistischen Aufwand verbunden. Es gibt zwar Dienstleister, doch diese können sich nicht um jedes Schriftstück oder alle behaltenswerten Gegenstände in der Wohnung kümmern.

Professionelle Unternehmen für die Wohnungsauflösung

Viele Unternehmen bieten seriös eine Wohnungsauflösung im Raum München an, hierzu sind Vergleiche einzuholen. Wie überall gibt es auch hier einige schwarze Schafe mit schlechten Leistungen und/oder überhöhten Preisen. Ein seriöses Unternehmen erstellt ein plausibles Angebot. Dennoch bleibt für die ehemaligen Mieter oder Erben noch einiges zu erledigen. In der Regel sind das diese Bereiche:

  • Mietvertrag kündigen
  • Auto abmelden
  • Strom, Telefon, Zeitungsabos kündigen
  • Abmeldung im Bürgeramt
  • Postnachsendeauftrag
  • Versicherungen kündigen

Es gibt Firmen, die auch hierbei Hilfe anbieten. Das ist gut gemeint, doch jemand muss zunächst alle Unterlagen durchsehen. Dann kann derjenige auch gleich die Kündigungen schreiben. Wenn es sich um den Mieter selbst handelt (weil die Haushaltsauflösung wegen des Umzugs zu einer Partnerin oder ins Ausland erfolgt), weiß er am besten, welche Verträge er abgeschlossen hatte. Die Firmen übernehmen die Beräumung der Wohnung, die Sortierung der Hinterlassenschaft, möglicherweise eine Verwertung von brauchbaren Gegenständen (mit Anrechnung auf ihr Honorar), die Trennung des Mülls und die Verbringung auf Deponien. Viele Unternehmen bieten auch die abschließende Renovierung an. Hierbei ist beim Vermieter zu hinterfragen, inwieweit das erforderlich ist. Ansonsten muss die Wohnung besenrein übergeben werden.

Terminierung einer Wohnungsauflösung

Die meisten Menschen, die einen Haushalt auflösen müssen, versuchen Möbel und andere Gegenstände zu verkaufen. Hierbei muss mit ausreichender Pufferzeit terminiert werden. So schnell verkaufen sich gebrauchte Möbel nicht, oft sind sie sogar unverkäuflich. Karitative Organisationen nehmen sie manchmal, aber nicht immer an. Sie holen (ebenso wie Käufer) die Möbel manchmal ab, manchmal aber auch nicht. Dann muss sich der Mieter oder Erbe selbst um den Transport kümmern – oder die Möbel durch die Entsorgungsfirma dem Sperrmüll übergeben lassen, auch wenn das schmerzt. Die Schritte sind immer

  • 1. Versuch des Verkaufs,
  • 2. Versuch des Verschenkens,
  • 3. Sperrmüll.

Zwischendurch verstreicht Zeit. Bei größeren Wohnungen dauert allein aus diesem Grund eine vollständige Haushaltsauflösung oft mehrere Wochen.

Schritte bei der Wohnungsauflösung:

  • #1: Bestandsaufnahme
  • #2: Verträge kündigen
  • #3: Verträge kündigen
  • #4: Aussortieren von Wertgegenständen und Erinnerungsstücken
  • #5: Versuch des Verkaufs oder Verschenkens
  • #6: Anbieterauswahl unter professionellen Firmen
  • #7: Haushaltsauflösung und Abtransport des Hausrats
  • #8: nötigenfalls Renovierung

Was kostet eine Wohnungsauflösung?

Es kommen verschiedene Kosten zusammen, doch pauschal sollten 30,- €/m² kalkuliert werden. Darin enthalten sind die Beräumung und besenreine Übergabe. Zusätzliche Leistungen wie Behördengänge oder das Schreiben von Kündigungen durch die Firma (siehe oben) kosten je nach Aufwand rund 150,- bis 350,- €, das Renovieren um 100,- bis 300,- €/m², wenn keine größeren Schäden zu beheben sind (Fliesen oder Fußböden austauschen). Nicht jeder Vermieter verlangt die Renovierung, das ist vorab unbedingt zu erfragen!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.